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Arena AufSchalke

 - Unser Leitbild

HISTORISCHES

   Im Jahre 1946 besitzt Gelsenkirchen, einst Hochburg im Tischtennis, keinen Verein mehr, der dem Verband angeschlossen ist und an den Meisterschaften teilnimmt. Die Spitzenspieler sind in den Vereinen der umliegenden Städte, vor allem aber beim VfL Bochum, zu finden. Sie nehmen alle Schwierigkeiten in Kauf, um ihren Sport wettkampfmäßig ausüben zu können. Ende 1946 kommen W. Brinkmann, Hr. Brosowski, Hr. Jansen. A. Koschoreck und W. Obervoßbeck zusammen und suchten für Gelsenkirchen eine Möglichkeit. Im Februar 1947 ist es dann so weit. Schalke 04 erklärt sich bereit, eine Tischtennisabteilung anzugliedern. Willi Brinkmann führt sie, und Hartur Koschoreck ist der technische Leiter.

Historie   Das Training wird im „Berliner Hof" aufgenommen. Der Zustrom an aktiven Spielern ist aber so stark, daß sich nach kurzer Zeit das Frühstückszimmer des Berliner Hofes als zu klein erweist. Der Saal der Wirtschaft Schmidtmann in der Feldmark ist dann bis zu Übersiedlung unter die Tribüne der Kampfbahn „Glückauf" im Juni 1948 die Trainingsstätte der Abteilung. Drei Tische, von Mitgliedern zur Verfügung gestellt, bieten Gewähr für eine reibungslose Abwicklung des Spielbetriebes. Große Schwierigkeiten bereitet die Ballfrage. Selbst im Schwarzhandel zu 5,--DM sind Tischtennisbälle schwer erhältlich, und nur durch endlose Kompensation kann Bedarf gesichert werden.

SIEGE ÜBER WESTDEUTSCHE SPITZENMANNSCHAFTEN
   Die beiden ersten Monate werden durch eifriges Training ausgefüllt. Im April steigen die ersten Freundschaftskämpfe gegen inzwischen in Gelsenkirchen gegründete Vereine. Der TC74 Gelsenkirchen ist der erste Gegner. Mit 8:1 siegte die Mannschaft in der Aufstellung: Obervoßbeck, Jansen, Wilms, Simon, Koschoreck und Brosowski. Ebenso eindeutig verlaufen die nächsten Spiele. Bei den im folgenden Monate veranstalteten Gelsenkirchener Stadtmeisterschaften stellt die junge Abteilung bei einer Beteiligung von 6 Vereinen mit insgesamt 135 Teilnehmern in sämtlichen gemeldeten 6 Konkurrenzen den Sieger. Inzwischen ist die erste Mannschaft durch in Gelsenkirchen wohnhafte Spieler des Westfalenmeister VfL 48 Bochum so verstärkt, daß sie zu den stärksten Mannschaften Westfalens gehört. Dies wird durch die Resultate deutlich unterstrichen. Die Spielvereinigung Marl, vierte der Westfalenliga (der höchsten damaligen Spielklasse), erleidet an eigener Platte eine 3:6-Niederlage. Der Niederrheinmeister 1946, Teilnehmer an den Deutschen Meisterschaften 1947, „Schwarz-Gelb Stelle", muß sich sogar mit 7:2 beugen. Die Aufstellung der Mannschaft lautet: Lobert, Spengler, Obervoßbeck, Jansen, Rosadzinski und Goroncy.

Historie   Die Kunde von diesen Erfolgen verbreitet sich schnell durch Westdeutschland, und die Abteilung kann über Spielangebote nicht klagen. Doch alle Offerten werden sorgfältig abgewogen, spielen doch im Jahre 1947 Umstände wie Übernachtung und Verpflegung bei Abschlüssen eine wesentliche Rolle. Wie freuen sich z.B. die Spieler, als nach einem Spiel gegen eine durch Kölner Spitzenspieler verstärkte Mannschaft von Bayer Leverkusen jedem eine große Rolle Süßstofftabletten überreicht wird.

ANSCHLUSS AN DEN TISCHTENNISVERBAND
   Die Aufnahme in den Westfälischen Tischtennisverband erfolgt am 28.05.1947. Ein heftiger Kampf entbrennt um den Schalker Antrieb, die erste Mannschaft gemäß ihrer Spielstärke für die Spielzeit 1947/48 in die Westfalenliga einzustufen. Eingaben beim Kreis Bezirk Westfalenvorstand sowie bei dem mittlerweile entstandenen Landesverband Nordrhein-Westfalen bleiben erfolglos. Die erste Mannschaft muß zusammen mit der zweiten Mannschaft in der 1.Kreisklasse anfange. Selbst Proteste von anderen Vereinen mit dem Hinweis, bei Einstufung unserer Mannschaft in die Kreisklasse eventuell ihre Mannschaften zurückzuziehen, da ein Spielen um Meisterschaft und Aufstieg bei der Stärke von Schalke 04 sinnlos sein, sind zwecklos. Als Novum in der Sortgeschichte wird lediglich folgende Regelung getroffen:

   „Spielt Schalke 04 in der Kreisklasse und wird Meister, so erhält auch der Zweite des Kreises die Möglichkeit, mit aufzusteigen". Mit drei Herren-, einer Damen- und einer Juniorenmannschaft geht es in die Meisterschaftsspiele. In überlegenem Stil holen sich die Herren die Kreismeisterschaft und sichern mit einem Spielverhältnis von 15:3 in 3 Aufstiegsspielen den Übergang in die höhere Klasse. Auch in der Bezirksklasse gilt die Mannschaft als Favorit. In der Juniorenklasse wird der Nachwuchs ebenfalls Kreismeister. Die Damen erspielen sich die Meisterschaft des Bezirks Arnsberg, sind bei den westfälischen Mannschaftsmeisterschaften Zweite und durch 7:2- bzw. 5:3-Siege über Westfalia Münster bzw. Schwarz-Gelb Stelle Landesmeister. Der Name der Spitzenspielerin Frl.Kraska erscheint erstmalig in der Landesrangliste. Da ist insgesamt eine Erfolgsserie, auf die man im ersten Spieljahr stolz sein kann. In der Spielzeit 1948/49 werden von der 1.Herrenmannschaft in der Bezirksklasse nur 2 Spiele verlogen. Sie erreicht damit den Eintritt in die Westfalenliga. Nach der Gruppenmeisterschaft kommt bei den Damen die Bezirksmeisterschaft ebenfalls nach Schalke. Die Landesmeisterschaften bringen den 3.Platz. 1949/50 erfährt der Siegeszug der Herren in der Liga eine Unterbrechung. Durch Betriebsunfall der Spieler Obervoßbeck und Lobert können die Spiele nicht in bester Besetzung ausgetragen werden. Die Folge davon ist der. 3.Platz nach Abschluß der Meisterschaftsspiele. Die 2.Mannschaft rückt in die Bezirksklasse auf. Ohne Verlustpunkt, mit einem Spielverhältnis von 41:4, ist die Jugend Kreismeister und unterliegt bei den Bezirksmeisterschaften erst im Entscheidungsspiel mit 4.5
gegen Wacker Ahlen. In der neugebildeten Damen-Oberliga West belegen die Damen den zweiten Platz und geben sich bei den Deutschen Meisterschaften erst nach harten Kämpfen geschlagen. Im Spieljahr 1950/51 führt bis zum drittletzten Spielsonntag die 1.Mannschaft die Tabelle der Landesliga Gruppe Ruhr an, um in einer dann folgenden Schwächeperiode den schon sicher erscheinenden Aufstieg in die Oberliga zu vergeben.

   Die 3.Mannschaft schafft den Aufstieg in die 1.Kreisklasse. Ohne Punktverlust sind die Damen Gruppensieger, erreichen bei den Landesmeisterschaften sowie beim Westdeutschen Mannschaftspokal den 3.Platz. Sehr erfolgreich ist ebenfalls die Jugendmannschaft. Zu der Kreismeisterschaft kommt auch die Bezirksmeisterschaft nach Schalke, und sie wird Zweite bei den Landesmeisterschaften.

1951/52 DAS ERFOLGREICHSTE JAHR DER ABTEILUNG
   Bei ihrem dritten Anlauf erreichen die 1.Herren das Ziel, den Verein auch im Tischtennis in der Oberliga zu vertreten. Nach anfänglich schwachem Start steigern sie ihre spielerische und kämpferische Leistung derart, daß die zweite Serie ohne Verlustpunkt mit einem Spielverhältnis von 110:18 beendet wird. Mit dem niedrigsten Ergebnis von 12:4 gegen die Verfolger aus Rheine und Münster erweist sich die Mannschaft als einwandfrei stärkste der Ligagruppe Münsterland. Gegen diesen Erfolg steht die 2.Mannschaft nicht zurück, da sie in die Liga kommt. In der Oberliga sowie bei den Kämpfen um den Westdeutschen Damen-Mannschaftspokal stehen die Damen an 2.Stelle. Bei der Austrag der „Deutschen" zieht der Westdeutsche Tischtennisverband die beiden westdeutschen Mannschaften zurück, so daß die Mädel vergebens nach Leipzig fahren. Vor 200-300 Zuschauern unterliegt die Jugend in unserem Spielraum gegen eine jugoslawische Auswahl ehrenvoll mit 2:6.

   Wie in den vergangenen Jahren, so zeigen die Stadtmannschafts- sowie die Einzelmeisterschaften deutlich auch diesmal die Vormachtstellung der Abteilung in Gelsenkirchen. So wird das Endspiel der Mannschaftsmeisterschaft zu einer reinen Schalker Angelegenheit, da sich hierbei die 1. und 2. Mannschaft gegenüberstehen. In der Saison 1952/53 sichert sich die 1.Herrenmannschaft erst nach hartem Kampf den Verbleib in der Oberliga. Während in der 1.Serie viele Spiele trotz gleichwertiger Leistungen verloren gehen, unterliegt sie im 2.Abschnitt der Meisterschaftsspiele nur in einem Heimspiel gegen den VfL Hagen. Es wird dadurch Gleichstand mit Viktoria Recklinghausen erreicht, die im 2.Entscheidungsspiel (das erste endete 8:8) mit 9:5 geschlagen wird. Die 2.Mannschaft hält sich in der Liga, die 3.Mannschaft schafft den Aufstieg in die Bezirksklasse. Auch in diesem Jahr wird die Damenmannschaft „Westdeutscher Vizemeister". Sie holt erstmalig den Westdeutschen Mannschaftspokal nach Schalke, da im Endspiel Borussia Düsseldorf mit 5:2 und Eintracht Minden mit 5:0 besiegt werden. Die Kreismeisterschaften bringen sämtliche Titel nach Schalke 04. Außerdem werden alle 2.Plätze von Schalkern belegt. Bei den Bezirksmeisterschaften fallen von fünf ausgespielten Titeln ebenfalls drei an die Abteilung.

WIE SIEHT ES HEUTE IM SPIELJAHR 2014/2015 AUS?
Schalke startete in die Saison 2014/15 mit 11 Mannschaften, davon fünf im Bezirk und sechs im Kreis.

   Geführt wird die Abteilung von Heinz Kraska. Ihm zur Seite stehen Thomas Jakhöfer (stellv. Abteilungsleiter und Kassierer), Claus Ullrich (Geschäftsführer), Khaled Tahmass (Damenwart) und Denis Dyllong (Sportwart).

(Stand Februar 2015)


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